MOCKEMALÖR


Das Berliner Artpop Trio Mockemalör baut radikal feinsinnige Klangbilder. Wundersam anmutige Texte nehmen durch die außergewöhnliche Stimme der Sängerin Magdalena in Beschlag. 

Der Sog ihrer Liveshows zieht ihre Zuhörer in Zonen emotionaler Tiefe und trägt weit über den Moment hinaus. Körper. Seele. Eigensinn. Mockemalör sind eine Offenbarung. 

 

 

Es ist als würde die Gegenwart in Berlin mit der Sinnlichkeit der zwanziger Jahre getränkt werden. “Riesen” heißt das zweite Album der Band, produziert vom Wiener Produzenten Zebo Adam, der sich auch für die österreichische Band “Bilderbuch” verantwortlich zeichnet.

 

In einem völlig neuen Genre zwischen Varieté, Progressiv Pop und Punk mündet das, was am Knotenpunkt von Schauspiel, Elektro und Klassik gründet.

Die Wucht ihrer Platte hat einen so eigenen, so speziellen Ton, dass man beim Hören ganz ruhig wird, wie von einem zauberhaften Bann befallen, und zugleich unbändige Energie verspürt, die nach außen drängt, tanzen will man, die Sommernacht durchwachen, entrückt und euphorisch, in ein paralleles Universum katapultiert.

 

Der wilde Wald wächst aus der Großstadt, schlingt sein Geäst um die grauen Häuser, greift mit warmer Stimme nach den Sternen. Die gebürtige Schwarzwälderin Magdalena Ganter singt die detailverliebten Texte so beiläufig wie eindringlich. Sie erzählen vom Alltag, vom “Mit dir mag ich so gern Walzer tanzen”, dem Wahnsinn unserer Konsum- und Leistungsgesellschaft, und von einer Welt abseits unserer Wirklichkeit, wo Hunde Sinn fressen und Engel Punker werden können.

Poetisch ist es, charmant, überraschend. Nach dem Hören will man die Texte nochmal lesen, sie als kleine Schmuckstücke an die Wand nageln, sein Leben mit dem Soundtrack der Musiker unterlegen.




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